Norman-Douglas-Sammlung

  

Seit Mitte der 1990er Jahre intensivierte die Vorarlberger Landesbibliothek das Sammeln der Literatur von und über Norman Douglas, den in Vorarlberg geborenen schottisch-stämmigen Autor. 2002 erwuchs daraus die Norman Douglas Forschungsstelle an der Vorarlberger Landesbibliothek, deren Aufgabe im Sammeln und Erschließen von relevanten Materialien zum Autor besteht. Weiters soll durch biennale Symposien und die Drucklegung einzelner Werke in deutscher Übersetzung sowie des Briefwechsels das Interesse an Norman Douglas gefördert werden.

Norman Douglas, 1868 in Thüringen/Vlbg als Sohn des John Sholto und der Vanda von Poellnitz geboren, ging in Schottland, England und Deutschland zur Schule, bevor er 1893 in den britischen diplomatischen Dienst eintrat, aus dem er drei Jahre später wieder ausschied. 1898 heiratete er die ebenfalls in Vorarlberg aufgewachsene Elsa Fitzgibbon mit der er zwei Söhne – Archibald und Robert – hatte, ehe sie sich 1904 scheiden ließen. Etwa in dieser Zeit entschied Norman Douglas, die Schriftstellerei zum Beruf zu machen. Während seiner Zeit als Redaktionsassistent beim English Review in London von 1912-1916 erlangte Douglas mit seinen Reisebüchern „Siren Land” (1911), „Fountains in the Sand” (1912) und „Old Calabria” (1915) einige Reputation.
1916 verließ Douglas England in Richtung Italien, wo er seinen bekanntesten Roman „South Wind” (1917) schrieb. In den folgenden 20 Jahren, die er vornehmlich in Florenz und auf Reisen verbrachte, verfasste Douglas eine Reihe von Essays, Erzählungen, Reisebücher und biographische Werke – viele davon sind zunächst in limitierter Auflage bei Pino Orioli in Florenz erschienen.
Nach dem Ausbruch des 2. Weltkriegs floh Douglas 1942 über Lissabon nach London und kehrte 1946 nach Italien zurück, wo er sich bis zu seinem Tod  auf Capri niederließ. Seine letzten Werke waren „Late Harvest” (1945) und die beiden posthum erschienenen Bücher „Footnote on Capri” und „Venus in the Kitchen” (1952). Norman Douglas ist Ehrenbürger von Capri.
Unter den zahlreichen Biographien ragt Mark Holloway: Norman Douglas. A Biography (1976) heraus.

 

Publikationen der Norman-Douglas-Forschungsstelle

 

Ansprechpartner: Dr. Wilhelm Meusburger