Bildungsauftrag

  

Dem öffentlichen Bildungsauftrag zu Informationszugang, Gewährleistung größtmöglicher Informationsvielfalt und praktischer Vermittlung von Informationskompetenz steht eine zunehmende Kommerzialisierung des gesamten Informationswesens mit einem verstärkten Wettbewerb der Anbieter (open-access-Internet ohne Qualitätsmanagement einerseits, teure Online-Medien mit exklusiven Zugriffsregelungen andererseits) gegenüber.
Die Entwicklung der Literaturproduktion wie des Informationswesens ist dabei von den folgenden Fakten geprägt:

Dynamik der Forschung mit laufender Ausweitung der Studien- und Themenbereiche bzw. Hochschul-Lehrgänge

Informationsüberflutung und Explosion der Literaturproduktion auf allen Datenträgern (Hybride Bibliothek) gleichermaßen und zwar sowohl im Bereich der wissenschaftlichen als auch der unterhaltenden Literatur

Jährliche eklatante Preissteigerungen bei allen Medien, insbesondere bei Print- und E-Journals

Teilverlagerung wichtiger Literaturproduktion in teure E-Medien(-Pakete); aktuell bereits fortgeschritten von Offline- zu Online-Datenbanken; der Zuwachs an E-Medien verringert dabei nicht den Print-Medien-Bedarf

Stark zunehmende kauf- und lizenzvertragliche Problemstellungen mit der Notwendigkeit interner Digital-Rights-Management-Verwaltungen für unterschiedlich gewährten, berechtigungsabhängigen und kontrollierten remote access (Zugang von außen)

Konkurrenz durch open-access-Angebot im Internet sowie Infotainment

Erhöhter Bedarf an Einführungen und Schulungen in wissenschaftliches Arbeiten und Informationsrecherche (z.B. für Fachbereichsarbeiten, Zentralmatura etc.) sowie grundsätzlich zur Erlernung von Medien- und Informationskompetenz (information literacy)

Die Landesbibliothek ist bestrebt, diesen dynamischen Anforderungen des Bildungs- und Wissenschaftsbetriebes im Rahmen der gegebenen Etat-, Personal- und Raumressourcen bestmöglich zu entsprechen.