Erwerbungsetat

  

Der Erwerbungsetat deckt die Gesamtbreite der Bildungsaufgaben der Landesbibliothek in rund 30 wissenschaftlichen Studienfächern, als öffentliches Informationszentrum quer durch alle Lebensbereiche sowie als Archivbibliothek mit landeskundlicher Sammlung samt diversen Sondersammlungen („kulturelles Gedächtnis des Landes“) ab. Außerdem nimmt die Landesbibliothek das Pflichtexemplarrecht für Anbietung und Ablieferung von in Vorarlberg erscheinenden Druckwerken, sonstigen Medienwerken und periodischen elektronischen Medien nach dem österreichischen Mediengesetz wahr. Kauf und die Annahme der „Bibliotheksstücke“ werden durch Tausch und Geschenk ergänzt.
Die Erwerbungsausgaben der letzten zehn Jahre bewegen sich zwischen rund EUR 530.000,-- und knapp EUR 620.000,-- pro Jahr. Damit können jährlich rund 10.000 bis 12.000 neue Medienexemplare erworben werden, wodurch die Landesbibliothek heute rund 550.000 Medien auf unterschiedlichen Datenträgern anbietet.
Die Bandbreite der Literatur- und Mediensammlung der „Hybriden Bibliothek“ führt von den Handschriften, Alten Drucken und Raritäten der Stiftsbibliothek, den Vorarlbergensien und Sondersammlungen, über die Bücher der Studienbibliothek und rund 1.600 laufende Zeitungen und Zeitschriften bis hin zu den audiovisuellen (Audio-CDs, DVD-Videos) und elektronischen (Offline, Online) Medien. Durch die Freihandaufstellung sind die Print-Bestände großteils öffentlich zugänglich. Der Anteil an per remote access auch von außen im Volltext zugänglichen elektronischen Medien wird ständig kundenorientiert ausgebaut.
Im Jahresvergleich lassen sich die Schwerpunktsetzungen sowie die Einstiege in die verschiedenen E-Medien-Bereiche ablesen, wie etwa ab 2006 die verstärkten E-Journals, ab 2007 der Einstieg in E-Book-Pakete sowie etwa ab 2009 der vermehrte Umstieg von Print-Nachschlagewerken und Offline- auf Online-Datenbanken.