Clemens J. Setz: Mein Leben als Noiseband. Suhrkamp 2026
Moderation: Jürgen Thaler
Datum
03.11.2026
Dienstag
03. November 2026,
19:30 Uhr
Veranstalter
Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek
Pauls Sprache ist Noise. Niemand scheint ihn und seine Lyrics zu verstehen, sein Leben verbringt er weitgehend allein. Bis er nach einem Konzert Annika kennenlernt. Als sie ein Kind bekommen, lässt sein Druck nach, alles in mörderisch lauter Musik auszudrücken. Doch was bleibt jetzt noch von seiner Kunst? Einzelgänger, Außenseiter, im Stillen Leidende – in seinem aktuellen Buch versammelt Clemens J. Setz Erzählungen über Figuren am Rand der Gesellschaft. Präzise wie poetische Alltagsbeobachtungen führen durch verschobene Realitäten, in denen das Vertraute, das Groteske und das Obsessive umeinander kreisen.
“Aber es half nichts, es war auf einmal alles entsetzlich traurig und rührend, als spürte man das Milchtreteln des Universums am eigenen Bauch.” Clemens J. Setz
Clemens J. Setz · Foto © Judith Stehlik/Suhrkamp Verlag
Clemens J. Setz, geboren 1982 in Graz. Lebt in Wien. 2011 wurde Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Indigo stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2012. Dreimal war Setz bei den Mülheimer Theatertagen eingeladen, zuletzt 2023 mit Der Triumph der Waldrebe in Europa. Zahlreiche Preise, u.a. Georg-Büchner-Preis (2021) und Österreichischer Buchpreis 2023.