Traditionelles Weihnachtskonzert der Vorarlberger Landesbibliothek - AUSGEBUCHT

Konzert mit Emmanuel Tjeknavorian, Romaine Bolinger, Timothy Ridout, Kian Soltani und Payam Taghadossi

Datum

19.12.2018 Mittwoch
19. Dezember 2018,
20:00 Uhr

Ort

Kuppelsaal der Vorarlberger Landesbibliothek

Eintritt frei!

Veranstalter

Vorarlberger Landesbibliothek

Das Konzert ist bereits ausgebucht. Es sind leider keine Zählkarten mehr erhältlich.

Zählkarten sind ab dem 26. November 2018 ausschließlich bei Bregenz Tourismus in der Rathausstraße 35a, T 05574/4959-0, E tourismus@bregenz.at verfügbar! Keine Reservierungen!


Einladung

Programm


W.A. Mozart (1756-1791):
Divertimento in F-Dur, KV 138
1. Allegro
2. Andante
3. Presto

Jean-Baptiste Barriere (1707-1747):
Sonate für zwei Violoncelli in G-Dur
1. Andante
2. Adagio
3. Allegro prestissimo

Franz Schubert (1797-1828):
Streichquintett in C-Dur, D 956
1. Allegro ma non troppo
2. Adagio
3. Scherzo: Presto - Trio: Andante sostenuto
4. Allegretto
 

Der dunkle gestirnte Himmel hat schon immer die Menschen beschäftigt. Der eine freut sich an der Pracht der vielen Sterne, der andere fragt nach dem Woher und Wohin, der Dritte fängt an zu beobachten, zu rechnen und zu zählen. Das Betrachten des Himmels ruft genauso helles Entzücken wie auch tiefe Nachdenklichkeit hervor. Der Sternenhimmel ist eines der größten Naturwunder: dunkel, geheimnisvoll und wunderschön anzuschauen.
Die Adaption des Sternenhimmels in die Musik – das ist die Herausforderung, die die Top-Stars der Klassikszene Emmanuel Tjeknavorian, Romaine Bolinger, Timothy Ridout, Kian Soltani und Payam Taghadossi am traditionellen Weihnachtskonzert der Vorarlberger Landesbibliothek annehmen wollen. Im Zentrum des Abends steht das grosse Streichquintett in C-Dur von Franz Schubert:

Wenn ein Kammermusikwerk höchste Bewunderung verdient und sie auch erhält, so ist es das grosse C-Dur-Quintett Schuberts. Mehr noch als die letzten Quartette, die ihm gewiss nahe stehen, insbesondere das in G-dur, führt es einen Schritt in eine letztlich nicht mehr begreifbare musikalische Welt. Und doch ist es nicht nur Esoterik und Mystizismus, wie man sie vielleicht dem Adagio zuweisen könnte, sondern neben dunklen und unheimlichen Klangfarben und Harmonien steht durchaus Lebhaft-Schwungvolles. Auch rhythmisch hat das Werk einiges zu bieten, wie das Scherzo und das Final-Allegretto zeigen. Und doch liegt über dem Ganzen eine geheimnisvolle Stimmung, welche das Werk in andere Dimensionen hebt. Da mag noch jemand sagen, C-dur sei eine einseitige, diesseitige Tonart ohne Geheimnisse. Schubert verwendet C-dur eben nicht als Ausdruck von Glanz und Pracht; er bricht es im Gegenteil dauernd, etwa durch Molltrübungen, verunklart es, gibt ihm harmonisch neue Farben.

 

Emmanuel Tjeknavorian (Violine)

Ausgezeichnet beim Internationalen Jean-Sibelius-Violinwettbewerb 2015 für die beste Interpretation des Violinkonzerts von Jean Sibelius sowie als Gewinner des zweiten Preises zog Emmanuel Tjeknavorian internationale Aufmerksamkeit auf sich. Für die Saison 2017/2018 wurde er für den Rising Stars Zyklus der European Concert Hall Organisation ausgewählt, nominiert durch das Wiener Konzerthaus und den Musikverein Wien. Diese Tournee wird ihn in die renommiertesten Konzertsäle Europas führen. Seine junge Karriere führte ihn bereits zu Orchestern wie den Wiener Symphoniker, dem Radio-Symphonieorchester Wien, dem hr Sinfonieorchester Frankfurt, dem Finnish Radio Symphony Orchestra, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, der Camerata Salzburg und dem Münchner Kammerorchester. Außerdem spielte er unter Dirigenten wie Adam Fischer, Keith Lockhart, Hannu Lintu, Cornelius Meister, Andrés Orozco-Estrada, Kristiina Poska und John Storgårds. Seit September 2017 moderiert Emmanuel Tjeknavorian monatlich eine eigene Radio-Show „Der Klassik-Tjek” auf Radio Klassik, Österreichs privatem Klassiksender. Im März 2018 war er in der Arte TV-Show „Stars von morgen” mit Rolando Villazon zu sehen. Der Beitrag „Das Geigen-Genie aus der Tiefgarage” vom Bayerischen Fernsehen vom Oktober 2017 wurde mehrfach ausgestrahlt, u.a. vom ORF, 3sat Kulturzeit, dem NDR und dem SWR.
Emmanuel Tjeknavorian wurde 1995 in Wien als Sohn einer Pianistin und eines Dirigenten in eine Musikerfamilie geboren, erhielt ab dem Alter von fünf Jahren Geigenunterricht und trat als Siebenjähriger das erste Mal öffentlich mit Orchester auf. Seit 2011 studiert er bei Gerhard Schulz, ehemals Mitglied des weltberühmten Alban-Berg-Quartetts, an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Diverse Auszeichnungen erhielt er von renommierten Festivals, so den Ensemblepreis von den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern, zusammen mit seinem Duopartner am Klavier, Maximilian Kromer, sowie den LOTTO-Förderpreis 2018 vom Rheingau Musik Festival. Emmanuel Tjeknavorian spielt auf einer Violine von Antonio Stradivari, Cremona.

 

Romaine Bolinger (Violine)

Romaine Bolinger wurde 1989 in Zürich geboren, ist Geigerin im Gagliano Trio, Tarara Quartett, Zakhar Bron Chamber Orchestra, im Gstaad Festival Orchestra und spielt regelmäßig im Tonhalle Orchester Zürich und Sinfonieorchester Basel als Zuzügerin. Ihre 7 Studienjahre hat sie in der Meisterklasse von Professor Zakhar Bron an der Zürcher Hochschule der Künste mit Auszeichnungen abgeschlossen. Ihre solistische Laufbahn führte sie in die berühmtesten Säle, wie Gewandhaus Leipzig, Laeiszhalle Hamburg, Philharmonie Berlin und Tonhalle Zürich. Im Winter 2014 wurde sie an der Zakhar Bron School of Music als Violinlehrerin angestellt. Sie ist ein gern gesehener Gast an den Interlaken Classics, an der Schubertiade Hohenems in Österreich, an der Rüttihubeliade in Bern und am Mantova Chamber Music Festival in Italien.

 

Timothy Ridout (Viola)

Mit dem 1. Preis beim internationalen Violawettbewerb Lionel Tertis 2016 machte der junge britische Bratschist Timothy Ridout international auf sich aufmerksam. In London 1995 geboren, studierte Timothy Ridout zunächst an der Royal Academy of Music, heute bei Nobuko Imai an der Kronberg Academy, wo er 2018 auch an „Chamber Music Connects the World” teilnahm. Seit 2016 wird Timothy Ridout vom britischen Young Classical Artists Trust gefördert, der junge Musiker mit internationalem Potential vertritt.
Schon in frühen Jahren hat Timothy Ridout eine intensive Konzertkarriere als Solist und Kammermusiker entwickelt. Zu den Highlights der Saison 2018/19 gehören eine Residency mit der Philharmonie Baden-Baden sowie Soloauftritte mit den Hamburger Symphonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Orchestre National de Lille, der Camerata Salzburg und dem Philharmonia Orchestra London. Als Solist wird er demnächst nicht nur in die Londoner Wigmore Hall zurückkommen, sondern auch weitere Konzerte mit Kammermusikpartnern wie Joshua Bell, Jeremy Denk, Frank Dupree, Isabelle Faust, Nobuko Imai, Steven Isserlis, Frans Helmerson, Pavel Kolesnikov, Sir Andras Schiff, Christian Tetzlaff, mit dem Quatuor Arod und dem Nash Ensemble geben. Zudem kommt er mit Rezitalen ins Konzerthaus Berlin, zum Sommets Musicaux Gstaad, zum Heidelberger Frühling, zum Kilkenny Festival oder dem Septembre Musical Montreux. 2017 veröffentlicht Ridout seine von der Presse hoch gelobte Debüt-CD mit Musik von Henri Vieuxtemps beim Label Champs Hill. Timothy Ridout spielt eine Viola von Peregrino di Zanetto (ca. 1565/75), die die Beares International Violin Societa freundlicherweise zur Verfügung stellt.

 

Kian Soltani (Violoncello)

Wenn Kian Soltani musiziert, öffnen sich Welten: Individualität, Ausdruckstiefe und ein charismatisches Auftreten zeichnen den jungen Cellisten aus. Sie haben Kian Soltani zu einem der aufregendsten Musiker seiner Generation werden lassen. Seine Debüts im Wiener Musikverein und bei der Schubertiade Hohenems, aber vor allem sein Gewinn des Internationalen Paulo Cello-Wettbewerbs 2013 in Helsinki machten weltweit auf Soltani aufmerksam. Im Sommer 2015 war Soltani Solist in Beethovens Tripelkonzert zusammen mit Daniel Barenboim, Guy Braunstein und dem West-Eastern Divan Orchestra in Berlin auf der Waldbühne, bei den Festspielen in Salzburg und Luzern, den BBC Proms in London und im Teatro Colón in Buenos Aires. Höhepunkte seiner Saison 2017/2018 sind Auftritte in der Alten Oper Frankfurt, der Philharmonie de Paris, der Royal Festival Hall London, der Kölner Philharmonie, dem Boulez Saal in Berlin, dem Prinzregententheater in München, dem Konzerthaus Oslo, bei der Schubertiade Hohenems, sowie Konzerte bei den Festspielen in Salzburg, Verbier, Luzern und Aix-en-Provence. Mit Daniel Barenboim und dem West-Eastern Divan Orchestra ist er dieses Jahr mit Strauss’ Don Quixote auf Welttournee. Sein Deutsche Grammophon Debütalbum „Home” wird im Januar 2018 international veröffentlicht.
Kian Soltani wurde 1992 in Bregenz in eine persische Musikerfamilie geboren. Mit vier Jahren begann er Cello zu spielen und wurde mit gerade einmal zwölf Jahren in die Klasse von Ivan Monighetti an der Musikhochschule Basel aufgenommen. 2014 wurde er Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung und schloss sein Studium im Rahmen des Programms Junge Solisten an der Kronberg Academy ab. An der internationalen Musikakademie in Liechtenstein konnte er wichtige musikalische Erfahrungen sammeln. Kian Soltani spielt ein Cello der Gebrüder Grancino aus dem Jahre 1680, als großzügige Leihgabe des „Merito String Instrument Trust”.

 

Payam Taghadossi (Violoncello)

Payam Taghadossi wurde 1989 in Vorarlberg geboren. Seine künstlerische Entwicklung wurde maßgeblich durch seine beiden Lehrer Thomas Grossenbacher und Rafael Rosenfeld an der Zürcher Hochschule der Künste und der Musikakademie Basel geprägt. Zusammen mit Romaine Bolinger und Alexander Boeschoten gründete er das „Gagliano Trio”, mit welchem er bereits an renommierten Konzertreihen (u.a.: Schubertiade in Hohenems (Österreich), Mantova Chamber Music Festival (Italien), Gesellschaft für Kammermusik Basel, Rüttihubeliade) aufgetreten ist. 2015 gewann das Trio den Kammermusikwettbewerb der August Pickhardt-Stiftung. Payam Taghadossi sammelte essentielle Orchestererfahrung im Tonhalle Orchester Zürich, im West-Eastern Divan Orchestra (u.a.: Philharmonie Paris und Royal Festival Hall, London), dem Gstaad Festival Orchestra (u.a.: Elbphilharmonie Hamburg), zudem als Solocellist bei der Basel Sinfonietta, dem Zakhar Bron Chamber Orchestra und dem Sinfonieorchester Liechtenstein, ehe ihn das Sinfonieorchester Basel 2014 fest engagierte. Er trat solistisch und in unterschiedlichen Kammermusikbesetzungen von Nordamerika, über Europa und dem Nahosten, bis hin zu Südkorea und Japan auf.

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