Nadine Kegele (Wien) liest aus „Lieben muss man unfrisiert” (Wien: Kremayr und Scheriau 2017) Veranstalter: Franz-Michael-Felder-Archiv

Einführung und Moderation: Dr. Ulrike Längle

Datum

13.03.2018 Dienstag
13. März 2018,
20:00 Uhr

Ort

Foyer des Theaters am Kornmarkt

6900 Bregenz
Eintritt frei!

Veranstalter

Franz-Michael-Felder-Archiv

Szenische Lesung mit Nadine Kegele aus ihrem neuen Reportagenband „Lieben muss man unfrisiert. Protokolle nach Tonband”. Mit einem Vorwort von Marlene Streeruwitz (Wien: Kremayr und Scheriau  2017)

Vierzig Jahre nach Erscheinen von Maxie Wanders Kultbuch „Guten Morgen, du Schöne” hat die Vorarlberger Autorin Nadine Kegele neunzehn Frauen zwischen Berlin und Madrid aufs Neue über ihr Leben befragt. Welches Selbstverständnis haben Frauen heute, mit welchem Rollenbild werden sie erwachsen, was wollen sie verändern, wie werden sie glücklich?

„Die Vorarlberger Schriftstellerin Nadine Kegele zählt zu den interessantesten literarischen Stimmen der jüngeren Generation. 2013 […] wurde sie zum Ingeborg-Bachmann-Preis eingeladen und gewann dort mit ihrem Romanauszug ‚Scherben schlucken’ den Publikumspreis. […] Bei Kremayr & Scheriau ist nun das Buch ‚Lieben muss man unfrisiert’ – Protokolle nach Tonband – mit einem Vorwort von Marlene Streeruwitz herausgekommen. Die gebürtige Bludenzerin, die in Wien lebt, hat dafür lange Gespräche mit Frauen und trans*-Personen im Alter zwischen 16 und 92 Jahren – von der Schülerin bis zur Kontoristin, von der Reinigungsfachfrau bis zur Architektin – geführt. Diese Interviews wurden von ihr zu spannenden, teils witzigen, vor allem aber bewegenden Lebensgeschichten in mündlicher Rede verarbeitet.”
Annette Raschner in „Kultur”, 28. 2. 2017
 

Foto: Alain Barbero

Foto: Alain Barbero


Nadine Kegele, geboren 1980 in Bludenz, lebt in Wien. Bürolehre, zweiter Bildungsweg, Studium von Germanistik, Theaterwissenschaft und Gender Studies. Erwerbsarbeiten als Sekretärin, Finanzassistentin, Mediaplanerin, Lektorin. Schreibt für den Standard und die Obdachlosenzeitung Augustin. Zahlreiche Preise und Stipendien, u.a.: Projektstipendium des BKA, Theodor-Körner-Preis, Jubiläumsstipendium der Literar Mechana, Residenzstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin, Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2013. Zuletzt erschien ihr Debütroman „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause” (Wien: Czernin 2014).

Bilder und Nachlese


Beachtliches schauspielerisches Talent bewies die Autorin Nadine Kegele, als sie im gutbesuchten Theaterfoyer einige der von ihr interviewten Frauen und Transgender-Personen aus dem Band „Lieben muss man unfrisiert” in einer szenischen Lesung vorstellte. Ein Brotlaib diente u. a. dazu, eine Schwangerschaft vorzustellen. Nadine Kegele griff auch zur Ukulele und verdichtete einige der Texte in Songs. Im Gespräch erfuhr man u. a., dass der von ihr gewünschte Titel „Leben muss man unfrisiert” („unfrisiert” als Hommage an Sarah Kirsch und ihr Buch „Die Pantherfrau - fünf unfrisierte Erzählungen aus dem Kassetten-Recorder”) gewesen sei, der Verlag habe aber auf „Lieben” bestanden, was sie „typisch Frauenklischee” findet. Fazit: Ein ebenso unterhaltsamer wie informativer Abend.